Eine Fahne mit dem Logo des Versicherungskonzerns Allianz., © Alexander Heinl/dpa/Archivbild

Allianz hält trotz Ukraine-Krieg an Gewinnziel fest

Der Versicherungskonzern Allianz sieht sich trotz des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen gegen Russland auf Kurs zu seinem Gewinnziel für das laufende Jahr. Der operative Gewinn solle weiterhin 12,4 bis 14,4 Milliarden Euro erreichen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in München mit. «Die Ergebnisse dieses Quartals zeigen, dass unser Geschäft erheblichen geopolitischen und wirtschaftlichen Belastungen standhalten kann», sagte Vorstandschef Oliver Bäte mit Blick auf die ersten drei Monate des Jahres.

Für den Fall, dass der Konzern das Geschäft seiner russischen Tochtergesellschaften endgültig einstellen muss, rechnet der Vorstand mit einer Belastung zwischen 400 und 500 Millionen Euro. Die Allianz hatte ihr Neugeschäft in Russland wegen des Ukraine-Kriegs im Februar gestoppt.

Im ersten Quartal erzielte die Allianz einen Umsatz von 44 Milliarden Euro, rund sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn sank – wie seit Mittwoch bekannt – um drei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Dabei steckte der Versicherer deutlich gestiegene Schäden durch Naturkatastrophen weg. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre allerdings nur ein Gewinn von 561 Millionen Euro. Denn der Konzern legte für den laufenden Rechtsstreit mit Großkunden seiner Fondstochter Allianz Global Investors (AGI) weitere 1,9 Milliarden Euro zurück, wie er ebenfalls am Mittwoch mitgeteilt hatte. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen unter dem Strich noch fast 2,6 Milliarden Euro verdient.