Am Pranger des Steuerzahlerbundes: Regiomed erntet Kritik für millionenteure Fehlplanungen

 

Im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes ist heuer ein Fall aus Oberfranken als der gravierendste bei Fehlplanungen und Unregelmäßigkeiten genannt. Es geht um den kommunalen Klinikverbund Regiomed, zum dem unter anderem der Landkreis Lichtenfels und Stadt und Landkreis Coburg zählen.

Der Bund der Steuerzahler nennt den früheren Geschäftsführer überfordert und wirft ihm vor, Millionen für Beraterverträge zum teil außerhalb der rechtlichen Vorgaben in den Sand gesetzt zu haben. Zum Beispiel auch für die neue große Zentralküche in Lichtenfels. Mit der hatte Regiomed große Pläne, wollte Tausende essen täglich ausliefern – jetzt produziert sie pro Jahr drei Millionen Euro Verlust.

Im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes findet sich aber auch die zwei Millionen Euro Mehrkosten für den neuen Konzertsaal im Haus Marteau, der Musikbegegnungsstätte des Bezirks Oberfranken in Lichtenberg.

Und  die Abrechnungspraxis der Stadt Bamberg bei den Überstunden und Leistungsprämien für Mitarbeiter – das war Anfang des Jahres Dauerstreitthema in Bamberg.