Amokfahrer muss ins Gefängnis: Gerichtsurteil wegen fahrlässigen Vollrauschs

Er hat mit einem Lastwagen eine vierstündige Amokfahrt hingelegt, ein Polizeiauto absichtlich frontal gerammt, der Beamte hat heute noch ein Trauma. Andere Fahrzeuge hat er einfach auf die Seite geschoben und war erst mit einer filmreifen Aktion mit einem Polizeihubschrauber zu stoppen. Für diesen Wahnsinn muss ein 39-jähriger Hamburger Lkw-Fahrer für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Verurteilt hat das Landgericht Coburg den Mann gestern wegen fahrlässigen Vollrausches – weil er sich vor Antritt seiner Fahrt mit Amphetaminen zugedröhnt hatte.
Die Nebenklage wollte ein höheres Strafmaß, ein Gutachter sollte noch einmal bewerten, was der Brummi-Fahrer noch bewusst getan hat und ob man ihn des versuchten Mordes anklagen kann. Das Gericht hat letztendlich aber auf fahrlässigen Vollrausch erkannt.
23 Menschen hatte der 39-Jährige im Januar mit seiner Fahrt gefährdet und 250.000 Euro Sachschaden angerichtet.