Amokfahrt mit dem Brummi: Fahrer kann sich an nichts erinnern

Der Lkw-Fahrer, der im Januar mit einer Amokfahrt eine Spur der Verwüstung durch West-Oberfranken gezogen und fünf Menschen verletzt hat, kann sich an nichts erinnern.
Wegen vorsätzlichen Vollrausches muss sich der Mann vor dem Landgericht in Coburg verantworten. Der Vorwurf lautet, er habe sich absichtlich mit Amphetaminen zugedröhnt.
An seinem zweiten Arbeitstag bei einer Spedition war der 38-Jährige mit einem 22-Tonnen-Lkw vier Stunden lang als Geisterfahrer, in Schlangenlinien, ohne Licht und ohne Rücksicht über Autobahnen und bis in ein Wohngebiet gefahren. Straßensperren und geparkte Autos hatte er mit seinem tonnenschweren Gefährt einfach auf die Seite gerammt.
Weil der Mann unter Drogeneinfluss gestanden haben soll, kann er möglicherweise für die Tat selbst nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Entsprechend will das Gericht seine Schuldfähigkeit prüfen.
Für vorsätzlichen Vollrausch sind bis zu fünf Jahren Gefängnisstrafe möglich.