Demonstranten nehmen mit Plakaten und Fahnen an einer Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz teil., © Peter Kneffel/dpa

Warnstreiks in bayerischen Kitas fortgesetzt

Die Beschäftigten kommunaler Kitas und anderer sozialer Dienste haben am Donnerstag vor allem in Südbayern ihre Warnstreiks fortgesetzt. In München nahmen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 2000 Fachkräfte und Auszubildende auch aus anderen Städten an einer zentralen Kundgebung teil. Am Vortag hatten Erzieherinnen und Erzieher ebenso wie Sozialpädagoginnen und -pädagogen bereits mit Schwerpunkt in Nordbayern vorübergehend die Arbeit niedergelegt.

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst fordern bessere Arbeitsbedingungen, mehr Zeit für die pädagogische Arbeit, mehr Wertschätzung und eine bessere Bezahlung. Am 16. und 17. Mai findet in Potsdam die dritte Tarifrunde mit den kommunalen Arbeitgebern statt.

Die Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle schwor die Streikenden in München nach Angaben der Gewerkschaft darauf ein, notfalls die Arbeitsniederlegungen fortzusetzen, sollten die Arbeitgeber dann weiterhin kein Entgegenkommen zeigen. «Ohne eine echte finanzielle Aufwertung und eine nachhaltige Entlastung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst kann es keinen Tarifabschluss geben. Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken, provozieren sie weitere Streiks», betonte Behle.

Schon vergangene Woche hatte es Warnstreiks gegeben. Betroffen waren neben Kitas, Krippen, Kindergärten und Horten auch Jugendämter, die Behindertenhilfe, Senioreneinrichtungen oder die ambulante Pflege.