Angriff auf Polizisten: Angeklagter legt Teilgeständnis ab

Im Prozess um einen Angriff auf Polizisten bei Protesten gegen die Münchner Automesse IAA hat der Angeklagte am Montag zum Teil die Vorwürfe der Anklage eingeräumt. Bei einer Demonstration im September 2021 habe er mit einem Schirm herumgewedelt, sagte der 23-Jährige beim Verfahrensauftakt vor dem Amtsgericht München. Er habe jedoch niemanden verletzen, sondern nur Polizisten auf Abstand halten wollen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Studenten vor, er habe versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen. Als dies nicht gelang, habe er mit dem Schirm in Richtung von drei Beamten geschlagen und gestoßen. Diese wurden nicht verletzt. Die Anklage lautet unter anderem auf tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Gegenüber einem Polizisten, der als Zeuge auftrat, entschuldigte sich der Angeklagte, «dass es aggressiv rüberkam».

Am Rande der Automesse hatte es zahlreiche Protestaktionen und mehrere Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie Festnahmen gegeben. Der Prozess ist der zweite von dreien zu dem Komplex, die nach Angaben eines Sprechers derzeit beim Amtsgericht München terminiert sind; einige Verfahren sind bereits abgeschlossen. Bereits am vergangenen Dienstag hatte ein Verfahren gegen drei Aktivisten begonnen, das noch andauert.