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Auf ICE-Schnellfahrstrecke sollen Regionalzüge fahren

Erfurt/München (dpa/th) – Zwischen dem bayerischen Franken und Teilen Südthüringens sollen in Zukunft mehr Regionalzüge fahren. Dafür soll ab Dezember 2023 auch die neue ICE-Schnellfahrstrecke genutzt werden, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte das «Freie Wort» darüber berichtet. Die Region Coburg/Sonneberg soll dadurch künftig im Stundentakt statt bisher alle zwei Stunden mit Bamberg, Erlangen und Nürnberg verbunden werden.

Die laut BEG besonders nachgefragte Strecke Nürnberg – Erlangen – Bamberg soll an allen Wochentagen ganztägig im Halbstundentakt bedient werden, wie es in einer Mitteilung der BEG hieß. Abhängig vom Fernverkehr könnten künftig auch bis zu fünf Zugpaare umstiegsfrei zwischen Nürnberg und Erfurt fahren.

«Mit dem neuen Verkehrsvertrag nutzen wir die Möglichkeiten, die sich durch die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Ebensfeld – Erfurt im Jahr 2018 für die Region ergeben haben», erklärte Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. Man schließe bestehende Taktlücken und verdichte teils das bestehende Taktangebot.

Der Bürgermeister der Stadt Sonneberg, Heiko Voigt, betonte, dass vor allem eine Anbindung Coburgs an das nationale ICE-Netz im Zwei-Stunden-Takt für den gemeinsamen Wirtschaftsraum Sonneberg/Coburg wichtig wäre. ICE-Züge halten bislang seltener als alle zwei Stunden in Coburg. «Die jetzt angedachten Regionalexpress-Verbindungen zwischen Erfurt und Nürnberg über Coburg sind nur als zusätzliches Nahverkehrsangebot zu ICE-Verbindungen im Zwei-Stunden-Takt sinnvoll, da mit diesem Angebot immer ein Umstieg und somit auch ein Zeitverlust in Erfurt oder Nürnberg zu den Fernzugangeboten verbunden ist», erklärte Voigt.

Für die Ausschreibung des elektrischen Regionalzugverkehrs können bis 7. Januar 2020 Angebote eingereicht werden. Im März nächstes Jahr soll dann über den Zuschlag entschieden werden.