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Auffrischungsimpfstoff in andere Länder bringen: Professor der Uni Bayreuth für globale Sichtweise

Seit Montag gibt es im Kulmbacher Impfzentrum die Möglichkeit eine Auffrischimpfung zu bekommen. Mittlerweile haben auch fast 60 Menschen eine bekommen.

Eine Auffrischung ohne bestimmte Vorerkrankungen oder geschwächtes Immunsystem sei aktuell nicht ratsam, meint Eckhard Nagel im Radio Plassenburg-Gespräch. Er ist Professor für Gesundheitswissenschaften an der Uni Bayreuth und findet, dass der Impfstoff für die Auffrischung lieber an Länder verteilt werden sollte, die zu wenig Vakzin haben. Dort wüte Corona immer noch sehr stark und ohne breite Impfquote könnten dort immer wieder neue Mutationen des Virus entstehen.

Allgemein sei eine Auffrischungsimpfung auf Dauer aber das beste Mittel gegen das Virus, so Nagel.  Corona sei eine Krankheit, wie die Grippe, die sich ständig verändert, weshalb auch die Impfstoffe angepasst werden müssten.

Dank der Impfstoffe erwartet der Professor für die nächsten Monate auch keine Situation wie im vergangenen Herbst. Prognosen seien bei Corona zwar schwierig, aber der Fachmann glaubt, dass unser Gesundheitssystem durch das Virus nicht mehr so belastet wird.