Ausnahmezustand in Seniorenheimen: AWO bietet Seelsorgetelefon für Mitarbeiter an

In zwei Heimen der Arbeiterwohlfahrt in Kulmbach herrscht seit Mitte Dezember Ausnahmezustand. Wegen der Corona-Ausbrüche in den Heimen sind viele Mitarbeiter als Kontaktpersonen oder, weil sie selbst positiv getestet wurden, in Quarantäne.

Im Seniorenheim am Rasen hat sich die Lage laut Bayerische Rundschau wohl leicht entspannt, in der Karl-Herold-Wohnanlage in der Johann-Brenk-Straße sind 91 der 128 Bewohner mit Corona infiziert und die Hälfte der rund 70 Pflegekräfte ist ebenfalls infiziert oder in Quarantäne. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt hat bei der Bundeswehr um Hilfe nachgesucht. Ab heute werden 12 Soldaten als helfende Hände in den drei betroffenen Seniorenheimen im Kulmbacher Land helfen, hinzu kommen helfende Hände aus dem eigenen Kulmbacher Pool, der aus den Aufrufen der vergangenen Tage entstanden ist.

 

Für die Pflegekräfte im Dauerstress gibt es bei der AWO ein besonderes Hilfsangebot, eine Art Seelsorge per Telefon durch zwei Betriebsräte. Ein solches Angebot habe es bereits im ersten Lockdown gegeben. Es sei von einigen Mitarbeitern gut angenommen worden, so die AWO.