Autowelt König-Prozess: Wirtschaftsprozess geht heute weiter

Vor der Wirtschaftsstrafkammer in Hof wird heute der Autowelt-König-Prozess fortgesetzt – allerdings ohne den Hauptangeklagten, den ehemaligen Chef des ehemals größten Autohauses in ganz Oberfranken. Das Gericht hat ihm die Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage angeboten. Man erwartet, dass auch der zweitwichtigste Mann bei König, der ehemalige Prokurist, heute ein solches Angebot annehmen wird. Das Gericht kann den beiden nämlich mutmaßliche Steuertricksereien, die man ihnen vorgeworfen hatte, nicht mehr nachweisen.

Übrig bleiben in dem großen Wirtschaftsprozess nur zwei ehemalige Autoverkäufer von König, darunter auch ein Mann aus dem Landkreis Kulmbach. Auch er und sein Kollege könnten billiger davon kommen als anfangs gedacht. Wegen des Gewirrs an Beweisen und Unterlagen soll nur über Vorgänge aus den Jahren 2007 und 2008 verhandelt werden. Den beiden Verkäufern wird vorgeworfen, Autos im großen Stil ins EU-Ausland verkauft und weder hier noch dort Umsatzsteuer bezahlt zu haben.