Bäckereisterben in Deutschland: Auch Kulmbacher Bäcker bemerken Entwicklung

Das Bäckereisterben ist auch in Kulmbach angekommen. Ralf Groß, Obermeister der Kulmbacher Bäckerinnung, sagt, das große Bäckereisterben habe es schon vor einigen Jahrzehnten geben, nur jetzt falle es drastischer auf, weil die Zahl der kleineren Familienbäckereien schon geschrumpft seien. Wenn von drei Bäckereien eine wegfalle, sei die Lage offensichtlich.

Das Hauptproblem der Bäckereien ist nach Groß‘ Worten momentan der fehlende Nachwuchs: für Kinder und Enkelkinder sei es nicht mehr attraktiv, die Familienbäckereien zu übernehmen. Die Schuld geben er und anderen Bäcker in Kulmbach den Konsumenten, die kauften ihre Brötchen gleich mit im Supermarkt.

Das sieht auch Claus Jürgen Dippold so, Inhaber der Familienbäckerei Dippold in Melkendorf. für ihn wird die Veränderung auch daran sichtbar, dass es mittlerweile schon schwierig wird, in der Berufsschule eine Klasse aus Bäckerlehrlinge aus mehreren umliegenden Landkreisen zusammen zu bekommen.