Barrierefreiheit adé: Marktschorgast soll tatsächlich eine Brücke am Bahnhof bekommen

Jetzt also doch die komplizierte Lösung. Der Bahnhof in Marktschorgast soll eine Fußgängerüberführung bekommen. Das teilt die Parlamentarische Staatssekretärin aus Bayreuth, Anette Kramme, SPD, mit.

Aus dem Bundesverkehrsministerium habe sie erfahren, dass für den Marktschorgaster Bahnhof 20 Alternativen geprüft worden seien, von einer Rampe bis zu einer Schranke und sogar die Verlegung der Bahngleise. All diese Lösungen, so heißt es dort, könnten nicht auf die Rahmenbedingungen in Marktschorgast übertragen werden – es bleibe bei einer Fußgängerbrücke. Bedeutet, wer in Marktschorgast mit dem Zug fahren will, muss, wenn er in einen Zug auf Gleis zwei einsteigen will, Stufen nach oben, über die Brücke über die Gleise und dann auf der anderen Seite wieder runter. Für Gehbehinderte, ältere Menschen, Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen eher ein Hindernis als eine Hilfe.

Zuletzt hatte es den Vorschlag gegeben, Züge, die in Marktschorgast halten, immer auf Gleis 1 zu legen, und Züge, die in Marktschorgast nicht halten, auf Gleis zwei fahren zu lassen.