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Barwasser entdeckt Nürnberg

Nürnberg (dpa/lby) – Der unterfränkische Kabarettist Frank-Markus Barwasser (60) hat in einem Bekehrungserlebnis das mittelfränkische Nürnberg für sich entdeckt. «Nürnberg war bislang wirklich nicht die Stadt, über die ich gesagt hätte: Möchte ich unbedingt mal übers Wochenende hin», sagte der gebürtige Würzburger der «Süddeutschen Zeitung» (Montagausgabe).

Bei der Recherche für eine TV-Reportage habe er Nürnberg ganz neu erfahren. «Ich habe mich einfach wohlgefühlt und wirklich zu interessieren begonnen für die Stadt.» Traditionell begegnen die Franken nicht nur den Oberbayern mit der Landeshauptstadt München mit einer gewissen Skepsis, auch zwischen Unter-, Mittel- und Oberfranken werden die Unterschiede gern betont.

Das Desinteresse vieler an der Stadt liege wohl auch an den Nürnbergern selbst: «Das ist keine Stadt, die dauernd herauströtet, wie geil sie ist», sagte Barwasser. «Ich habe bei meiner Vorbereitung ein treffendes Zitat gelesen: Wir können alles außer angeben.»

Seine neuen Erfahrungen machte der Journalist und Kabarettist («Erwin Pelzig») bei den Recherchen für die Sendung «Barwasser in Nürnberg» des Bayerischen Rundfunks. Anlass ist die Bewerbung Nürnbergs als europäische Kulturhauptstadt 2025, die Entscheidung der Jury soll am 28. Oktober fallen.