Das Varta-Logo ist an Batterien der Varta AG zu sehen., © Marijan Murat/dpa/Archivbild

Varta schickt rund 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Der Batteriekonzern Varta schickt wegen wirtschaftlicher Probleme an seinem Standort im schwäbischen Nördlingen rund 500 Mitarbeiter in die Kurzarbeit. Ein Unternehmenssprecher sagte am Dienstag, dass die Produktionsbeschäftigten von Dezember bis April in bis zu 80 Prozent Kurzarbeit gehen sollen. Das im MDax gelistete Unternehmen hatte zuvor bekanntgegeben, dass der Konzern nach zwei Quartalsverlusten in Folge mit Kostensenkungen reagieren werde.

In Nördlingen produziert Varta insbesondere kleine Lithium-Ionen-Batterien. Diese Zellen werden beispielsweise in Kopfhörern eingesetzt. «Das ist das Geschäft, das im Moment am stärksten betroffen ist», sagte Unternehmenssprecher Christian Kucznierz. Varta berichtete davon, dass in diesem Bereich die Kunden deutlich weniger bestellen. Insgesamt arbeiten bei Varta in Nördlingen etwa 800 Männer und Frauen. Die restlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind nicht von der Kurzarbeit betroffen.

Der Konzern aus Ellwangen hatte am Dienstag berichtet, dass er auch 2023 mit einem schwierigen Geschäftsumfeld rechne. Für dieses Jahr peilt das Unternehmen noch einen Umsatz zwischen 805 und 820 Millionen Euro an. Das wären über zehn Prozent weniger als im Vorjahr mit 903 Millionen Euro. Varta hatte im September die ursprünglichen Jahresziele kassiert, weil Kunden bei zwei großen Aufträgen weniger Mengen abnahmen. Für 2023 peilt Varta nun 850 bis 880 Millionen Euro Umsatz an. Zuletzt hatte es in zwei Quartalen unterm Strich rote Zahlen gegeben.