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Bayer-Coach Bosz hochzufrieden: FC Augsburg muss warten

Augsburg (dpa) – Nach dem wichtigen Zeichen im Kampf um einen Champions-League-Platz verließen die Leverkusener zufrieden die Augsburger Arena. «Es hat Spaß gemacht, meiner Mannschaft zuzuschauen», meinte Trainer Peter Bosz nach dem 4:1 (1:1) im Bundesliga-Freitagsspiel beim FC Augsburg. «Das ist der Fußball, den ich liebe, und den habe ich gesehen.»

Bayer Leverkusen feierte mit sehenswertem Kombinationsfußball hochverdient seinen dritten Sieg nacheinander und verkürzte den Rückstand auf den Tabellenvierten Eintracht Frankfurt vorerst auf nur noch zwei Zähler.

«Ich würde sie gerne überholen, aber dafür müssen sie ihr eigenes Spiel verlieren», meinte Schlussmann Lukas Hradecky, der im Sommer aus Frankfurt nach Leverkusen gewechselt war. Die Eintracht spielt am Samstag gegen Hertha BSC, acht Tage später empfängt Bayer die Hessen. «Wir haben ein totales Endspiel vor der Brust und wollen es auch gewinnen», versicherte Kevin Volland.

Volland war ein Garant des Auswärtserfolgs. Kevin Danso (12. Minute) brachte die Fuggerstädter vor 26 404 Zuschauern zwar in Führung. Nur drei Minuten später versetzte Volland mit seinem Ausgleichstreffer den Hoffnungen der Augsburger auf den ersten Bundesligasieg im 16. Anlauf gegen Bayer aber einen Dämpfer. Das 2:1 durch Kai Havertz (49.) sowie das 4:1 durch Julian Brandt (88.) bereitete der 26-Jährige vor. Zwischendurch traf noch Jonathan Tah (60.).

«Wir haben sehr souverän und sehr reif gespielt», sagte Volland, der nun ebenso wie Havertz schon 14 Mal in dieser Bundesligasaison getroffen hat. Bayer konnte es sogar verschmerzen, dass zwei vermeintliche Treffer (20./57.) vom Videoschiedsrichter wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt wurden. «Wir hatten alles im Griff. Wir haben guten Fußball gespielt und mutig gespielt», sagte der hochzufriedene Bosz.

Die Augsburger konnten mit dem offensivstarken Bayer-Team nicht mithalten. «Leverkusen hat es sehr, sehr gut gemacht, sie haben uns früh unter Druck gesetzt», erkannte Torwart Gregor Kobel an. Dabei hätte Augsburg nach zwei Dreiern am Stück mit einem weiteren Sieg sogar den vorzeitigen Klassenverbleib perfekt machen können.

Nach der ersten Niederlage unter dem neuen Trainer Martin Schmidt haben die Fuggerstädter weiter zehn Zähler Vorsprung auf den VfB Stuttgart, der auf Relegationsplatz 16 liegt. Verlieren die Schwaben am Samstagabend allerdings gegen Borussia Mönchengladbach, wären dann drei Spieltage vor Schluss dennoch endgültig alle rechnerischen Zweifel am Klassenverbleib des FCA ausgeräumt. «Wir wollen es selber schaffen, wir wollen nicht auf irgendjemand anderen hoffen», meinte Schmidt zu einer möglichen Schützenhilfe.