© Andreas Gebert

Bayerische Landesbank steuert auf soliden Jahresgewinn zu

München (dpa/lby) – Die BayernLB macht mit ihrer Direktbank DKB und mit Immobilien weiterhin ordentliche Geschäfte. Der Gewinn vor Steuern sank im ersten Halbjahr zwar von 452 auf 315 Millionen Euro, aber im Vorjahr waren auch hohe Einmalerträge durch Auflösung von Risikovorsorge angefallen. Der neue Vorstandschef Stephan Winkelmeier sagte am Freitag in München: «Unser Halbjahresergebnis hat sich trotz des weiterhin enorm herausfordernden Marktumfelds zufriedenstellend entwickelt.»

Fast die Hälfte des Gewinns steuerte die Direktbank DKB bei. Wegen der niedrigen Zinsen, höherer Risikovorsorge, steigenden Abgaben und höheren Investitionen in Digitalisierung und Kundenservice blieb das Ergebnis der DKB aber hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Der Geschäftsbereich Immobilien und Sparkassenverbund war dagegen erfolgreicher unterwegs.

Wegen der weiterhin niedrigen oder sogar negativen Zinsen «und der ersten konjunkturellen Eintrübungen werden wir noch stärker als bisher darauf hinwirken, unser Geschäft zu fokussieren. Ein erster wesentlicher Schritt hierfür ist die Zusammenlegung unseres Kapitalmarktgeschäfts mit den Firmenkundeneinheiten», kündigte Winkelmeier an. Konsequentes Kostenmanagement werde jetzt wichtiger.

Für das Gesamtjahr rechnet die Landesbank mit einem dreistelligen Millionengewinn vor Steuern. Im vergangenen Jahr hatte sie einen Rekordgewinn von 869 Millionen Euro vor Steuern eingefahren. Die BayernLB gehört mehrheitlich dem Freistaat Bayern, außerdem sind die bayerischen Sparkassen beteiligt.