© Sven Hoppe

Bayern-Chef: Bei Homosexualität in Fußball Vereine gefordert

München (dpa) – In der Debatte um Homosexualität im Fußball hat der Präsident des FC Bayern München, Herbert Hainer, die Verantwortung der Vereine betont. Es sei nicht ihre Aufgabe, eine Spielerin oder einen Spieler zu ermutigen, ihre und seine sexuelle Orientierung öffentlich zu leben, sagte der Vereinschef der «Rheinischen Post». «Das ist eine Entscheidung, die jede und jeder für sich selbst treffen muss, und selbstverständlich werden wir als Verein unsere Sportlerinnen und Sportler dann in ihrer und seiner persönlichen Entscheidung unterstützen», sagte Hainer.

Nach seiner Meinung geht das Thema aber über den Sport hinaus. «Wir müssen es in der Gesellschaft hinbekommen, dass ein Klima entsteht, in dem man niemanden ermutigen muss. Dazu möchten auch wir einen Beitrag leisten», sagte Hainer.

Deswegen arbeite man in allen Altersklassen intensiv an dem Thema, unter anderem auch im Bayern-Campus setze man auf Aufklärung. «Die Frage, wie sich die Gesellschaft, der Fußball verändern muss, damit homosexuelle Menschen sich nicht zu verstecken brauchen, hat eine unserer Pädagoginnen am Campus so beantwortet: «Wir müssen die Kinder und Jugendlichen frühzeitig für das Thema sensibilisieren, offene Fragen beantworten, Unsicherheiten nehmen und sehr klar vermitteln, dass ‚Mia San Mia‘ auch ‚Mia San Bunt‘ heißt»», berichtete der Vereinspräsident.

© dpa-infocom, dpa:210219-99-512872/2