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Elite-Unis: LMU und TUM bekommen Titel und Förderung

München (dpa/lby) – Bayern hat weiter zwei Elite-Unis. Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Technische Universität (TU) München erhielten am Freitag vom Wissenschaftsrat in Bonn erneut den Titel «Exzellenzuniversität» und bekommen für mindestens sieben Jahre Fördergelder in Millionenhöhe aus dem entsprechenden Bund-Länder-Programm. An die beiden Unis fließen jährlich insgesamt knapp 20 Millionen Euro vom Bund, gut sechs Millionen Euro kommen vom Freistaat. Bundesweit werden an insgesamt elf Universitäten und Universitätsverbünde nun 148 Millionen Euro pro Jahr verteilt werden.

«Forschung ist die Zukunft», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Auszeichnung von LMU und TUM sei auch ein Ansporn im weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe. «Hier werden wir noch stärker investieren, damit Bayern auch in Zukunft Spitzenklasse bleibt.» Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) nannte die Münchner Unis «Leistungslokomotiven für den gesamten Wissenschaftsstandort Bayern». «Hier werden die Fragen der Zukunft beantwortet.»

Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern soll die Forschung an deutschen Hochschulen fördern und den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken. TUM und LMU wurden seit 2006 schon zwei Mal «Exzellenzuniversität». Die TUM förderte mit dem Geld unter anderem Forschungen zu gesellschaftlichen Folgen technischer Entwicklungen, ein Projekt ist die Neuorientierung der Ingenieurausbildung. Zudem eröffnete die TUM Kontaktbüros an wichtigen Wissenschaftsstandorten in der Welt. Der neue Erfolg zeige, dass die TUM auf Spitzenniveau für die Zukunft gerüstet sei, sagte Präsident Wolfgang Herrmann.

Die LMU will Forschungsgebiete stärken, weiter Spitzenwissenschaftler zu holen und jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, für eine bestimmte Zeit nach München zu kommen. Die erstmals auf Dauer angelegte Förderung biete der LMU neue und weitergehende Möglichkeiten, sagte LMU-Präsident Professor Bernd Huber. «Wir haben eine Menge vor. Die Arbeit kommt in mancher Hinsicht erst jetzt.»

Die Unis tragen den «Exzellenz»-Titel erstmals unbefristet, müssen aber nach sieben Jahren eine Überprüfung durchlaufen. Ab 2026 können bis zu vier weitere Hochschulen «Exzellenzunis» werden. Sibler sagte: «Wir werden alles daransetzen, dass sich unter diesen zukünftigen «Exzellenzuniversitäten» auch eine bayerische befindet.» Aus Wissenschaftskreisen hieß es, Bayern dürfe schon noch besser werden.