Bayern setzt bei Wende auf grünen Wasserstoff aus Südafrika

Bei der Suche nach neuen Energielieferanten setzt Bayern auch auf Kooperationen mit Südafrika. Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), will deshalb in die dortige Provinz Westkap reisen, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch in München mit. Westkap ist eine von sechs bayerischen Partnerregionen. Huml: «Uns verbindet eine lange freundschaftliche Partnerschaft auf Augenhöhe. Vor allem wollen wir unsere Kooperation bei der Nutzung von grünem Wasserstoff starten.»

Im Zuge der Energiewende erarbeitet die Staatsregierung derzeit ein Portfolio von Staaten, aus denen der Freistaat künftig Energie beziehen kann – dazu will etwa Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nach Schottland und Norwegen reisen, eine Reise von Ministerpräsident Markus Söder in die Golfstaaten musste vor Ostern wegen einer Corona-Infektion kurzfristig abgesagt werden.

Geplant seien Gespräche mit Regierungsvertretern, Bildungseinrichtungen und sozialen Institutionen. Höhepunkt der Reise sei ein Treffen mit Premierminister Alan Winde und fünf Ministern aus seinem Kabinett, hieß es weiter. Westkap verfüge über ein großes Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien. Sowohl Wind, Sonne als auch Wasserkraft seien ausreichend vorhanden – beste Voraussetzungen für die Herstellung und den Export von Wasserstoff.

Südafrika ist einziges afrikanisches G20-Mitglied und drittstärkster afrikanischer Wirtschaftsstandort. Die Partnerschaft zwischen Bayern und der Provinz Westkap besteht bereits seit 1995. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Themen Innere Sicherheit und Berufliche Bildung. Aber auch Wirtschaft und Forschung, Hightech und Universitäten, Landwirtschaft oder erneuerbare Energien sind Bereiche der Kooperation.