Ein Solarpark unter wolkigem Himmel., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Bayern sucht Investoren für Photovoltaik-Anlagen

Zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen hat der Freistaat Bayern die ersten Flächen auf staatlichen Dächern für private Investoren zur Verpachtung ausgeschrieben. «Wir nutzen alle Möglichkeiten, um zeitnah viele weitere Dächer mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. 66 schreiben wir jetzt aus», sagte Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) am Mittwoch in München. Darüber hinaus stelle die Staatsregierung 125 Millionen Euro zur Errichtung von Anlagen auf weiteren Dächern zur Verfügung.

Ziel sei es, auf allen geeigneten Liegenschaften Photovoltaik-Anlagen zu errichten, hieß es weiter. Nach einer Berechnung des Bauministeriums sind in Bayern von den rund 11.000 Dächern staatlicher Gebäude rund 1300 für Photovoltaik-Anlagen geeignet. Die Grünen hatten in der Folge kritisiert, dass diese Zahl viel zu gering sei und auf deutlich mehr Dächern Anlagen zur Gewinnung von Solarstrom angebracht werden könnten.

Da der Investitionsbedarf für den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen sehr hoch ist, setzt die Staatsregierung neben staatseigenen Anlagen auch auf private Investoren. Die nun gestartete Ausschreibung läuft über die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY). Die Ausschreibungen der 31 Dachflächen in Schwaben und der 35 in Oberbayern wurde auf der Internetseite der IMBY veröffentlicht. Die Liegenschaften zeichnen sich den Angaben zufolge durch besonders günstige Dacheigenschaften für Photovoltaik aus. Die Angebotsfrist endet am 23. Januar 2023.

Der Bau von Photovoltaik-Anlagen ist Teil der Energiestrategie der Staatsregierung. Bayern will die Produktion von erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 verdoppeln, Photovoltaik sogar verdreifachen. «Jedes Fitzelchen» an erneuerbaren Energien solle genutzt werden. «Erneuerbare Energien bedeuten mehr Selbstversorgung», hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Vorstellung der Strategie betont.