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Bayern-Wirtschaft profitiert von EU-Osterweiterung

München (dpa/lby) – 15 Jahre nach der EU-Osterweiterung hat die bayerische Wirtschaft ihre Exporte in die damals neu aufgenommenen Länder einer Studie zufolge mehr als verdoppeln können. Im vergangenen Jahr gingen Ausfuhren im Wert von rund 22,6 Milliarden Euro in die entsprechenden Länder, wie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) am Mittwoch mitteilte. Im Jahr 2004 lag der Wert noch bei rund elf Milliarden Euro. Der Exportanteil in die neuen Mitgliedstaaten an den Gesamtausfuhren stieg im selben Zeitraum von 9,4 auf rund 12 Prozent.

Zu den Hauptabnehmern bayerischer Produkte gehörten im vergangenen Jahr Tschechien und Polen, in die mehr als die Hälfte der Exporte ging.

«Die Beitrittsstaaten aus Mittel- und Osteuropa sind heute unersetzbarer Teil der Wertschöpfungskette unserer Unternehmen», teilte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt mit. Auch die Importe aus den osteuropäischen Mitgliedstaaten in den Freistaat haben sich demnach im selben Zeitraum um von 11,2 Milliarden auf 43 Milliarden Euro gesteigert.

Am 1. Mai 2004 waren die Länder Ungarn, Tschechien, Polen, Slowenien, Slowakei, Zypern, Malta sowie die baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland der EU beigetreten.