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Bayerns DGB-Chef Jena tritt aus Gesundheitsgründen zurück

München (dpa/lby) – Der bayerische DGB-Vorsitzende Matthias Jena hat sein Amt «aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung» niedergelegt. Darüber habe der 60-Jährige die Gewerkschaften am Dienstag informiert, teilte der DGB in München mit. Seine Stellvertreterin Verena Di Pasquale übernehme die Aufgaben bis zur Wahl eines Nachfolgers bei der Bezirkskonferenz im kommenden Januar.

Jena sagte: «Mein aktueller Gesundheitszustand macht es mir unmöglich, mich weiterhin mit voller Kraft für den DGB einzusetzen.» Die Beschäftigten bräuchten eine DGB-Spitze, die mit hundertprozentiger Energie für sie eintreten könne. «Daher habe ich mich entschieden, das Amt des Vorsitzenden niederzulegen und meiner Gesundheit höchste Priorität einzuräumen.»

Di Pasquale äußerte großen Respekt und vollstes Verständnis, wünschte Jena im Namen des DGB Bayern und seiner Mitgliedsgewerkschaften «alles erdenklich Gute» und dankte ihm «für seine großen Verdienste». Jena war 2010 als Nachfolger von Fritz Schösser zum DGB-Landesvorsitzenden gewählt worden. Zuvor war er beim DGB Bayern als Leiter der Vorstandsabteilung und der Personalabteilung und bei der IG Metall Bayern als Pressesprecher tätig gewesen.

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