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Landtag und Staatsregierung gedenken der Corona-Toten

München (dpa) – Mit einem Trauerakt haben Landtag und Staatsregierung in Bayern der bisher rund 13 000 Todesopfer der Corona-Pandemie im Freistaat gedacht. Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner (beide CSU) und die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates und ehemalige Regionalbischöfin, Susanne Breit-Keßler, erinnerten in dem Gedenkakt am Dienstag an die Toten.

«13020 Menschen in Bayern sind bis zum heutigen Tage an und mit Covid-19 verstorben», sagte Aigner. «13 020 Menschen sind aus dem Leben gerissen: aus ihren Familien, aus ihren Freundeskreisen, aus unserer Mitte. 13 020 Menschen – das ist eine unvorstellbare Zahl.» Hinter den bloßen Zahlen stünden bewegende Schicksale, jedes für sich, sagte Aigner und betonte: «Wir werden sie nicht vergessen.»

Söder betonte ebenfalls, es seien nicht nur Zahlen, sondern Namen und Schicksale. «Sie sind nicht nur Statistik, sondern sie sind in unserem Herzen und unserem Bewusstsein.» Jeder Verstorbene hinterlasse eine Lücke. «Wir werden sie auf keinen Fall vergessen.»

Söder und Aigner wandten sich dabei entschieden gegen all jene, die die Gefährlichkeit des Virus anzweifeln. «Corona leugnen, Corona verharmlosen – das ist brandgefährlich. Und es verhöhnt die Opfer in unerträglicher Weise», sagte Aigner. Auch Söder betonte, dies sei nicht das Ignorieren irgendeiner politischen Debatte, «sondern das Ignorieren von Schicksalen» – und das sei «abscheulich».

Am 18. April soll bundesweit ein zentraler Gedenkakt für die Corona-Toten stattfinden. Dies geht auf die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zurück. In ganz Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr nach Angaben des Robert Koch-Instituts etwa 75 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand des RKI-Dashboards Dienstag 05.10 Uhr).

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