Bayreuther Mordprozess: angeklagter Berufskrimineller schweigt weiter

Im Mordprozess Innstraße Bayreuth werden fast bei jeder Zeugen-Vernehmung neue, teils haarsträubende Einzelheiten bekannt. Am zehnten Verhandlungstag am Bayreuther Landgericht hat ein Polizeiermittler geschildert, dass einer der beiden mutmaßlichen Mörder zwischen dem Tatzeitpunkt im April und seiner Festnahme im Juli letzten Jahres noch geheiratet hat. A
Es geht um Firat T., den Angeklagten, der bisher schweigt. Dieser Mann hatte hohe Schulden und handfeste Probleme mit der Drogenmafia. Dennoch hat er vor seiner Festnahme im Sommer letzten Jahres noch geheiratet, die Hochzeitsreise ging nach Paris ins Disneyland. Als die Handschellen klickten, gab Firat T. bei der Polizei noch an, er kenne Bayreuth überhaupt nicht. Längst beweisen Indizien das Gegenteil. Richter Eckstein sprach im Gerichtssaal aus, was alle Beobachter denken.

In dem Mordprozess geht es um den gewaltsamen Tod eines 88-jährigen Rentners am Roten Hügel. Vor Gericht stehen – wie sich mittlerweile herausgestellt hat – zwei Berufskriminelle. Sie werden beschuldigt, den Rentner während eines Raubzugs durch dessen Haus ermordet zu haben.