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Bedenken wegen AstraZeneca-Impfstoff: Terminabsagen auch im Kulmbacher Land

„Geringere Wirksamkeit“ oder „starke Impfreaktionen“ wurden dem Produkt des britischen Herstellers nachgesagt. Das hat vereinzelt auch hier in Kulmbach dafür gesorgt, dass Impfungen von den Patienten abgesagt wurden, wenn mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft werden sollte. „Unverständlich“, sagen die Verantwortlichen des Kulmbacher Impfzentrums.

„Der Impfstoff sei geprüft und zugelassen, dazu habe sich auch eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie bei Moderna und Biontech/Pfizer ergeben, wenn man den Zeitraum zwischen der 1. und 2. Impfung etwas erhöht“, so Oliver Hempfling von der Führungsgruppe Katastrophenschutz.

Aktuell werden im Impfzentrum an unter 65-Jährige ohnehin nur der AstraZeneca-Impfstoff verimpft, heißt es auf unsere Nachfrage. Eine Absage des Impftermins würde daran nichts ändern – sobald man einen späteren Termin vom System ausgegeben bekommt, würde auch dann wieder der AstraZeneca-Impfstoff verimpft werden.

Die Verantwortlichen des Landratsamtes bitten um Vertrauen und die Wahrnehmung der ausgegebenen Impftermine, um möglichst schnell viele Personen im Landkreis zu impfen.

Momentan werden täglich im Impfzentrum zwischen 160 und 180 Personen geimpft, in den kommenden Wochen sollen mit entsprechendem Nachschub bis zu 600 Personen pro Tag geimpft werden.