Belastung der Krankenhäuser wichtiger als Inzidenz: Ab acht Intensivpatienten wird es in Kulmbach kritisch

 

Der 7-Tage-Inzidenzwert verliert in der Corona-Pandemie an Aussagekraft, man muss mehr auf die Lage in den Krankenhäusern achten. Das ist einer der Schlagsätze in der aktuellen Debatte zum Umgang mit der Corona-Pandemie im Herbst, wenn – wie Experten vorhersagen – die Infektionszahlen wieder steigen. Doktor Joseph Alhanna, leitender Arzt in der Beatmungsmedizin am Klinikum in Kulmbach sieht das ähnlich.

Durch die hohe Impfquote erwartet er weniger Menschen mit schweren Verläufen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dadurch könne der 7-Tage-Inzidenzwert in einem Landkreis hoch sein, die Lage im Krankenhaus aber trotzdem normal.

In Kulmbach beispielsweise werde es bei acht Intensivpatienten kritisch, so Alhanna. Angesichts der im Kulmbacher Land vielen Geimpften erwartet er nicht, dass die kritische Auslastung in einer möglichen vierten Welle erreicht wird.

In der dritten Coronawelle waren wegen der britischen Mutation am Kulmbacher Klinikum teils  alle zehn vorhandenen Corona-Intensivbetten belegt und es mussten Patienten in andere Krankenhäuser verlegt werden.