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Beschädigte Kabine der Zugspitzbahn wieder im Tal

Grainau (dpa/lby) – Zwei Wochen nach dem Unfall an der Zugspitzseilbahn ist die beschädigte Kabine wieder im Tal. Wann die Bahn wieder regulär fahren kann, ist weiter offen. «Wir hoffen, dass sie noch in diesem Jahr wieder in Betrieb gehen kann», sagte am Donnerstag die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Verena Lothes.

Bei einer Routineübung war Mitte des Monats ein Bergekorb auf eine der beiden Seilbahnkabinen gerauscht. Verletzt wurde niemand; der Schaden geht in die Millionenhöhe. Seitdem ist die Bahn außer Betrieb. Vergangene Woche war die Kabine zunächst zur Bergstation gebracht worden, dann wurde der Bergekorb entfernt. Danach wurde das Laufwerk der Kabine provisorisch instand gesetzt, so dass sie nun sicher auf den Tragseilen ins Tal gebracht werden konnte.

Die Kabine habe für den Weg zwei Stunden gebraucht, teilte Lothes mit. Die neue Bahn brauchte sonst nur zehn Minuten für den Höhenunterschied von 1945 Metern zwischen dem Tal und Deutschlands höchstem Gipfel. In der kommenden Woche wird die Kabine mit Hilfe eines Autokrans von den Tragseilen genommen; danach werden alle Seile einer grundlegenden Untersuchung unterzogen.

Die 2962 Meter hohe Zugspitze kann trotz des Unfalls besucht werden: Die Zahnradbahn fährt regulär. Damit ist auch der Beginn der Skisaison am 16. November gesichert. Auch 2017 hatte es zum Wintersport-Start wegen des Neubaus keine Seilbahn gegeben.

Die neue, hochmoderne Seilbahn mit den bodentief verglasten Kabinen für bis zu 120 Passagiere hatte am 21. Dezember 2017 nach drei Jahren Planungs- und weiteren drei Jahren Bauzeit ihren Betrieb aufgenommen.