Böhmermann veröffentlicht NSU-Akten: Nazi-Terrorgruppe doch in der Region aktiv ?

120 Jahre sollten die Akten des hessische Verfassungsschutz über die Machenschaften des Nationalsozialistischen Untergrunds, kurz NSU, unter Verschluss bleiben. Mittlerweile zwar nur noch 30 Jahre, aber Jan Böhmermann hat die Dokumente jüngst im ZDF-Magazin-Royale öffentlich gemacht. Darin ist auch ein Vorfall in Oberfranken zu finden. Von dem wollte von offizieller Seite angeblich niemand etwas gewusst haben.
RP-Reporterin Lisa Grießhammer:

Combat 18 sei noch keine konspirative Zelle wie der NSU, hatte das ZDF-Magazin Panorama berichtet, aber der NSU habe auch so angefangen. Dem Nordbayerischen Kurier hat ein Hobbyschütze aus Creußen bei Bayreuth berichtet, wie lax das Schießtraining in Eger gehandelt wird. Scharfe Munition für Kalaschnikows und Pumpguns werde dort ohne große Prüfung ausgegeben und am Schießtraining könne jedermann einfach so teilnehmen.
2017 hat eine Spezialeinheit der Polizei eine Truppe von Neonazis am Grenzübergang Schirnding aufgegriffen – sie kamen offensichtlich vom Schießtraining in Eger. Das kam aber erst durch einen Pressebericht ans Licht. Im Frühling 2018 folgten  Bewährungs- und Geldstrafen gegen zwei Männer, weil sie scharfe Munition über die Grenze gebracht hatten.