Böllern – aber legal: Polizei stellt hunderte Böller von Asia-Märkten in Tschechien sicher

Ab heute darf man bei uns wieder Böller und Silvesterraketen kaufen. Die Nähe zur tschechischen Grenze macht aber, dass für die Polizei bei uns Feuerwerke und Kracher das ganze Jahr Thema sind. Bei Kontrollen werden immer wieder verbotene Kracher in Autos entdeckt, die von Asia-Märkten in Tschechien stammen.
Je näher das Jahresende rückt, umso häufiger greift die Polizei Böller-Schmuggler auf. Verboten sind diese Böller, weil der Inhalt und die Sprengwirkung unklar und damit gefährlich sind. Grund ist, dass in diesen Krachern oft Industriesprengstoff verwendet wird und nicht Schwarzpulver, wie bei den BAM-geprüften Feuerwerkskörpern aus deutschen Läden.
Erst am vergangenen Wochenende haben Schleierfahnder in einem einzigen Auto über sieben Kilo Böller gefunden – alle verboten, und die drei jungen Männer, die sich da eingedeckt hatten, wussten, dass die Einfuhr verboten ist. Über die Weihnachtsfeiertage haben die Schleierfahnder am Grenzübergang Schirnding an der B 303 noch einmal 235 gefährliche Böller aus dem Verkehr gezogen. Die Schmuggler bekommen Anzeigen nach dem Sprengstoffgesetz.