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Brandkatastrophe: Frau und vier Kinder sterben in Flammen

Nürnberg (dpa) – Bei einem verheerenden Brand in einem Nürnberger Wohnhaus sind eine Frau und vier kleine Kinder ums Leben gekommen. Drei Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren starben am frühen Samstagmorgen in dem Haus. Auch eine 34-jährige Frau überlebte das Feuer nicht. Ein Säugling erlag im Krankenhaus den Verletzungen. Vier weitere Erwachsene konnten sich selbst aus dem Gebäude retten; sie wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie eine Sprecherin der Polizei sagte.

Nach Angaben von Nachbarn wohnte in dem Einfamilienhaus eine neunköpfige Familie. Bei den Toten handele es sich um eine Mutter mit ihren Kindern, sagten mehrere Nachbarn. Die Behörden bestätigten dies jedoch zunächst nicht. Die Brandursache war unklar.

Die Notruf sei gegen 3.00 Uhr eingegangen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Als die Löschzüge wenig später bei dem Haus in einem Industriegebiet im Nürnberger Stadtteil Sandreuth eintrafen, habe das halbe Erdgeschoss lichterloh gebrannt, aus dem Rest des Hauses drang dichter Rauch. Flammen schlugen aus den Fenstern.

Trupps der Feuerwehr mit schwerem Atemschutz seien in das Gebäude vorgedrungen. Im Obergeschoss fanden sie die Frau und die vier Kinder und brachten sie aus dem Gebäude. Alle Versuche, die Opfer zu reanimieren, seien aber gescheitert. «Leider war jede Hilfe zu spät», sagte der Feuerwehrsprecher.

Auch am Morgen fanden die Feuerwehrleute immer wieder Glutnester, die noch gelöscht werden mussten. Rauchspuren an den Fenstern des weißen Gebäudes mit Giebeldach ließen ahnen, wie hoch die Flammen aus den Fenstern schlugen. Die Straße war weiter abgesperrt.

Die Brandursache blieb zunächst unklar. «Wir haben derzeit keine Hinweise auf Brandstiftung, ermitteln aber in alle Richtungen», sagte die Polizeisprecherin.

Unklar war auch, wie die Bewohner auf das Feuer aufmerksam wurden. «Ob es im Gebäude Rauchwarnmelder gab, wissen wir nicht», sagte der Sprecher der Feuerwehr.

Bei einem Brand in Rheinland-Pfalz waren im Februar ebenfalls fünf Menschen gestorben. Dort kamen drei Männer im Alter zwischen 43 und 54 Jahren sowie zwei 54-jährige Frauen ums Leben. Sie wurden tot in einer Dachgeschosswohnung gefunden. Als Brandursache galten damals Tabakreste im Abfall.