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Breitband schreitet voran: Funklöcher bleiben Ärgernis

München (dpa/lby) – Bayern macht Fortschritte beim Ausbau schneller Netzverbindungen, aber die häufigen Funklöcher sind für eine wachsende Zahl von Firmen ein Ärgernis. Der Bedarf an schnellen Datenverbindungen wächst demnach so rasant, dass der Ausbau damit kaum Schritt hält, wie zwei am Donnerstag veröffentlichte Studien der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) ergeben haben.

Auch an wichtigen Verkehrswegen beklagen die Firmen immer noch Funklöcher. Und erstmals war mehr als die Hälfte der knapp 650 befragten bayerischen Unternehmen unzufrieden mit Netzabdeckung und Geschwindigkeit der mobilen Datenverbindungen in Bayern.

Laut Studien belegt Bayern im Vergleich der 16 Bundesländer zwar einen Spitzenplatz beim Ausbau, doch hat Deutschland insgesamt großen Nachholbedarf sowohl bei den Funkstationen für das Mobilfunknetz als auch bei leistungsfähigen Glasfaserkabeln. In Bayern hatten demnach Ende 2018 fast 94 Prozent der Haushalte Zugang zu einem Netzanschluss mit einer Geschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde oder mehr, Platz eins in Deutschland.

«Ländliche Regionen sind deutlich besser versorgt als im Rest Deutschlands», sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Beim Mobilfunknetz aber hängt Deutschland Ostasien weit hinterher: So gab es in Deutschland 2018 nur neun Mobilfunk-Stationen pro 10 000 Einwohner, in Japan dagegen mehr als zehnmal so viele.

Und es waren bis Ende vergangenen Jahres auch nur 11,6 Prozent der bayerischen Haushalte mit Glasfaserkabeln ans Datennetz angeschlossen. Brossardt forderte den «Quantensprung» von Kupfer- zu Glasfaserkabeln und vom Funkstandard LTE zu 5G. «Bis zum Jahr 2025 muss 5G lückenlos verfügbar sein», forderte er.