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Brief an Bayerns Familienministerin: Kulmbacher Kommunal- und Landespolitiker bitten um Unterstützung bei der Schaffung von Betreuungsplätzen

Dass es in Kulmbach zu wenig Kinderbetreuungsplätze gibt, ist längst kein Geheimnis. Mehr als 100 Elternpaare suchen aktuell in der Stadt einen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs. Der Kulmbacher Oberbürgermeister Ingo Lehmann, seine beiden Stellvertreter, Frank Wilzok und Ralf Hartnack, und die beiden Kulmbacher Landtagsabgeordneten Inge Aures, SPD, und Rainer Ludwig, FW, bitten den Freistaat dringend um Unterstützung bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen.
In einem Schreiben an Familienministerin Ulrike Scharf machen sie die angespannte Situation in Kulmbach deutlich: Schon jetzt könne die Stadt die Nachfrage nicht mehr decken. Es sei aber davon auszugehen, dass der Bedarf in den kommenden Jahren weiter stark wachse, durch die weitere Entwicklung des Uni Campus Kulmbach, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und neuen Wohnraums.

Die drei Bürgermeister und die beiden Landtagsabgeordneten sehen dringender Handlungsbedarf, vor allem mit Blick auf den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder in vier Jahren. Konkret bitten die Kulmbacher Politiker um ein neues Sonderinvestitionsprogramm für Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze.
Als Beispiel nennen die Politiker den  2018 geplanten und nie realisierten Bau einer Kita mit  insgesamt sieben Gruppen. Der hätte über fünf Millionen Euro gekostet, fast 3,5 Millionen Euro hätte die Stadt selbst bezahlen müssen, weil es zu wenig Fördergelder gibt. Die Kosten hätte die Stadt die schultern können.

Kleiner Hoffnungsschimmer für junge Eltern:
Vergangene Woche hat der Stadtrat der schwedischen Atvexa-Gruppe grünes Licht für den Umbau eines leerstehende Bürogebäudes am Stadtpark in eine Kita mit insgesamt 43 Plätzen  gegeben.

(Symbolbild)