Brutale Quälerei unter Obdachlosen: Urteil in Kulmbacher Fall erwartet

Ob ein 28-jähriger Obdachloser aus Kulmbach in die Psychiatrie oder in eine Entzugsklinik kommt, darüber soll heute am Bayreuther Landgericht entschieden werden.
Der 28-Jährige hatte in dem Sicherungsverfahren zugegeben, einen 18-Jährigen in der Unterkunft für Obdachlose in der Hermann-Limmer-Straße in Kulmbach am Dreikönigstag gequält und malträtiert zu haben. Vor Gericht war die Rede von unglaublicher Brutalität. Das Opfer hat einen sechsfachen Nasenbeinbruch und Prellungen, Schlagmale und Wunden am ganzen Körper erlitten.
Anwohner hatten seinerzeit wegen des Geschreis aus der Unterkunft die Polizei gerufen.
Ein psychologischer Gutachter hat vor Gericht nicht abgrenzen können, ob der angeklagte 28-Jährige schizophren ist oder ob er wegen seines massiven Drogen- und Alkoholkonsums Wahnvorstellungen hat.
Entsprechend fordert die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in der Psychiatrie, der Verteidiger in einer Entzugsklinik. Heute ( Dienstag 2.10.) soll das Urteil gesprochen werden.