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Bürgerbegehren fordert günstigere Planung für Staatstheater

Augsburg (dpa/lby) – Ein neues Bürgerbegehren fordert eine günstigere Neuplanung der bis zu 321 Millionen Euro teuren Sanierung des Staatstheaters Augsburg. Die Stadt solle weitere Auftragsvergaben bis dahin stoppen, teilten die Initiatoren am Donnerstag mit. Unterstützt werde das Begehren unter anderem von der Bürgerbewegung «Augsburg in Bürgerhand», der Partei Die Linke und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Grund für das Bürgerbegehren sei die «dramatisch aus dem Ruder» gelaufene Kostenentwicklung bei der Theatersanierung, schreiben die vier Initiatoren in der Begründung. Lang geplante Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales müssten deshalb weichen. Ursprünglich war die Stadt Augsburg bei der Sanierung von Kosten in Höhe von 186 Millionen Euro ausgegangen.

Ein erstes Bürgerbegehren gegen das Projekt war vor vier Jahren gescheitert. Durch Corona-Pandemie und Wirtschaftskrise habe sich aber viel geändert, sagte Stadtrat Alexander Süßmair (Polit-WG), einer der Initiatoren des neuen Bürgerbegehrens. Kommende Woche solle die Unterschriftensammlung beginnen, rund 11 000 seien für einen Erfolg nötig. «Wir können in Zeiten von Corona nicht abschätzen, wie schwer das wird», sagte Süßmair. «Aber wir sind guter Dinge.»