Vor dem Wohnhaus des emeritierten Papstes Benedikt XVI. stehen Kerzen., © Armin Weigel/dpa/Archivbild

Bürgermeisterin von Pentling: «Das hätte dem Papst gefallen»

Die Bürgermeisterin von Pentling, Barbara Wilhelm, hat das Spielen der Bayernhymne nach der Totenmesse für den emeritierten Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom als besonderen Moment beschrieben. «Das hätte dem Papst gefallen», sagte sie am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Trauerfeier sei sehr würdevoll, aber auch sehr schlicht und eher förmlich gewesen. Dass am Ende die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen die Bayernhymne gespielt habe, sei dann noch etwas Persönliches für Benedikt gewesen, sagte sie. «Das hat auch mich glücklich gemacht.»

Wilhelm war mit einer Delegation aus Pentling, dem früheren Wohnort des Papstes im Landkreis Regensburg, nach Rom gereist. Dort habe die Gruppe schon am Mittwoch im Petersdom Abschied genommen und sei auch von Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein begrüßt worden. Am Abend habe es eine Messe mit Bischof Rudolf Voderholzer gegeben, in der Benedikt sehr persönlich gewürdigt worden sei. Das sei sehr bewegend gewesen.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hatte sich Pentling als Wohnort ausgesucht, während er als Joseph Ratzinger an der Universität Regensburg Theologie unterrichtete. Als er 1977 Erzbischof von München und Freising wurde und 1982 als Präfekt der römischen Glaubenskongregation nach Rom ging, behielt er sein Wohnhaus in Pentling und verbrachte dort seine Urlaube. 2010, als er bereits seit fünf Jahren als Papst im Amt war, überschrieb er das Haus der Papst Benedikt XVI.-Stiftung.