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Bunkerboot-Chef ist auf dem Schiff groß geworden

Würzburg (dpa/lby) – Der gelernte Binnenschiffer Klaus Philipp kennt sogenannte Bunkerschiffe von Kindesbeinen an. Bunkerschiffe heißen so, weil sie viele Waren und Produkte bunkern, die Binnenschiffer auf dem Main täglich brauchen. Der 56-Jährige ist auf einem solchen Schiff groß geworden, weil sein Großvater eins auf dem Main betrieben hatte. «Ich habe auf einem Wohnschiff gelebt». Philipp selbst hat das Bunkerschiff der Familie später übernommen und vor fast zehn Jahren mit dem der Mainschifffahrts-Genossenschaft (MSG) fusioniert. Seine Kinder hatten kein Interesse, das Geschäft mal zu übernehmen. «Bei keinem ist die nautische Leidenschaft vorhanden», so der Vater von drei Söhnen. «Von der wirtschaftlichen Seite betrachtet, bin ich ganz froh, dass sie einen anderen Weg eingeschlagen haben. Es ist schon sehr hart, in der Schifffahrt Geld zu verdienen», so der Bunkerschiff-Betriebsleiter, der selbst lange als Binnenschiffer unterwegs war.