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Cannabis auf dem Grill: Paar will Beweismittel verbrennen

Kempten (dpa/lby) – Um sich nicht von der Polizei mit Drogen erwischen zu lassen, wollte ein Paar in Schwaben frisch geerntete Marihuanablüten auf einem Grill verbrennen. Die Aktion verlief allerdings erfolglos: Die Beamten löschten das Feuer und stellten die Drogen sicher, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die Polizei sei zunächst von einem Zeugen über intensiven Marihuanageruch im Treppenhaus in Kempten informiert und so auf den 28 Jahre alten Bewohner sowie dessen 31 Jahre alte Freundin aufmerksam geworden. Während die Beamten auf einen Durchsuchungsbefehl warteten, habe das Paar erstmals versucht, die Pflanzen auf dem Balkon zu verbrennen. Die Polizei habe gewaltsam die Wohnungstür geöffnet und das Paar beim Versuch, frische Cannabispflanzen mit Blüten auf dem Grill zu verbrennen, entdeckt.

In der Wohnung hätten die Beamten zudem mehrere sogenannter Growboxen, Behältnisse zur Aufzucht von Cannabis, und insgesamt über 800 Gramm Marihuana gefunden. Zudem seien wenige Ecstasypillen, Amphetamin und ein vierstelliger Bargeldbetrag sichergestellt worden. Nach der missglückten Aktion, die bereits am vergangenen Freitag stattfand, werde nun unter anderem aufgrund des Verdachts des Handels mit Rauschmitteln gegen das Paar ermittelt.

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