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CDU-Politiker Voigt: Repräsentiere Generation mit Chancen

Mödlareuth (dpa) – Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt hat zum Tag der Deutschen Einheit auf einen generationenbedingten Unterschied ostdeutscher Lebensbiografien aufmerksam gemacht. Er selbst habe den Großteil seines Lebens in einem gemeinsamen Deutschland verbracht, sagte Voigt am Samstag beim virtuellen «Deutschlandfest» der Union. «Insofern repräsentiere ich natürlich eine Generation, die viele Chancen bekommen hat», sagte der 43-Jährige.

Es gebe aber auch Menschen, die nach der Wiedervereinigung mit einer biografischen Last konfrontiert waren – etwa weil sie lange Zeit arbeitslos waren. Das einende sei aber die Erfahrung, dass man in Deutschland alles erreichen könne, wenn man gemeinsam anpacke. «Wir leben heute im besten Deutschland, das wir jemals hatten», sagte Voigt.

Er verbinde vor allem den Tag des Mauerfalls, den 9. November 1989, mit Freiheit und Freude. Seine Großeltern seien in der DDR aus dem bayerisch-thüringischen Grenzgebiet zwangsausgesiedelt worden. Einen Tag nach dem Mauerfall sei er zusammen mit seinem Vater und seinem Großvater an jenen Ort zurückgekehrt, den sein Großvater Jahrzehnte lang nicht habe besuchen können. «Diesen Moment miterlebt zu haben, das ist eine prägende Erinnerung für mich», sagte Voigt.