Chefin: Bamberger Museen einer Welterbe-Stadt «nicht würdig»

Die Leiterin der Museen der Stadt Bamberg, Kristin Knebel, ist unzufrieden mit dem Zustand der Häuser. «Es gab nie genügend Geld und Personal. Beides führte in der Summe zu einem großen Innovations- und Investitionsstau. Die Quittung haben wir jetzt», sagte sie dem «Fränkischen Tag» (Mittwoch).

Sie habe die Häuser in einem «schwierigen Zustand» vorgefunden. Die städtischen Museen «sind meiner Ansicht nach einer Weltkulturerbe-Stadt so nicht würdig», sagte Knebel, die seit Anfang des Jahres im Amt ist. «Es muss jetzt in der städtischen Museumslandschaft einen Ruck geben. Wenn wir weiter vor uns hindümpeln, würde alles nur noch schlimmer.» Die Depots beispielsweise seien «heillos überfüllt» und in keinem guten Zustand. «Ich denke, dass an einem Neubau wohl kein Weg vorbeiführt.»

Im Stadtrat habe sie eine starke Unterstützung für ihre Arbeit erfahren, sagte Knebel, die zuvor für die Klassik Stiftung Weimar gearbeitet hatte. Zu den städtischen Museen in Bamberg gehört beispielsweise das Historische Museum in der Alten Hofhaltung direkt neben dem Dom sowie die Sammlung Ludwig im Alten Rathaus. Die Altstadt in Bamberg ist seit 1993 Weltkulturerbe der Unesco.