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Corona-Anstieg in Österreich ausgebremst

Wien (dpa) – Der Anstieg der Corona-Fälle in Österreich hat sich deutlich ausgebremst. Nachdem sich die Ansteckungszahlen vor rund einem Monat schlagartig etwa verdoppelt hatten, blieben sie seit Mitte September weitgehend konstant. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach am Freitag in Wien von einer «Stabilisierung mit deutlich zu hohen Zahlen». Er strebe eine Halbierung in den nächsten ein bis zwei Monaten an. Aktuell gelten rund 8400 Menschen in Österreich als aktiv mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.

Österreich zählt landesweit zuletzt in einer Woche 54,4 neue Fälle pro 100 000 Einwohner nach jüngsten Daten der Corona-Kommission (Stand Mittwochabend). Die Zahlen schwanken regional extrem, die Hauptstadt Wien zählt weiter mehr als die Hälfte aller aktiven Fälle und Neuerkrankungen im Land. In dem von Deutschland als Risikogebiet eingestuften Bundesland Vorarlberg lag der Sieben-Tages-Wert nur noch bei 41,8 und damit unter der entscheidenden Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Das ebenso in Deutschland als Risikogebiet eingestufte Tirol lag mit 51,2 nur sachte über der Marke. Der Tiroler Bezirk Landeck, zu dem auch das Paznauntal mit dem Skiort Ischgl gehört, hatte allerdings mit 137,4 den zweithöchsten Wert in ganz Österreich. Einsamer Spitzenreiter war zuletzt der dünn besiedelte Kärntner Bezirk Hermagor, wo ein Ausbruch rund um Feiern nach einem Almabtrieb den Wert rechnerisch auf 210 Fälle pro 100 000 Einwohner jagte.