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Corona-Update: Kulmbacher 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht über Ostern


Die Infektionszahlen sind in Kulmbach über Ostern leicht gesunken. Das teilt der Landkreis in seinem Corona-Update mit. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt mit Stand von Ostermontag bei 259,9.

Über die Feiertage sind 16 neue Infektionen bestätigt worden, wie immer zu Wochenbeginn sind die Zahlen aber mit Vorsicht zu genießen.

Im aktuellen Update erklären Landrat Söllner und Dr. Camelia Fiedler, die Leiterin des Kulmbacher Gesundheitsamtes, das Ausbruchsgeschehen im Landkreis bleibe hoch, aber auch diffus. Das bedeutet, man kann keine einzelnen klaren Infektionsherde ausmachen. Laut Landrat Söllner sind die aktuellen Infektionen ungleich über den Landkreis verteilt, wobei die Stadt Kulmbach der Schwerpunkt bleibe.

Laut Dr. Fiedler gibt es keine größeren Ausbrüche, einige kleinere seien in den Tagen vor Ostern in Kitas und Horten im Landkreis Kulmbach entdeckt worden. 14 positive Fälle seien in neun Einrichtungen bestätigt worden. 164 Menschen mussten deshalb in Quarantäne geschickt werden.

 

Britische Mutante – Ansteckungsgefahr höher – Quarantäne-Regeln schärfer

 

Auch im Landkreis Kulmbach dominiert inzwischen die britische Mutante des Coronavirus mit rund 90 Prozent. Deswegen, so der Landkreis, werde in diesen Fällen bei der Klassifizierung der Kontaktpersonen nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) strikter vorgegangen.

Es genügt ein zehnminütiger Kontakt im Nahbereich oder ein Gespräch mit einem Infizierten – egal wie kurz  – um als enge Kontaktperson zu gelten. Das kann man nur vermeiden, wenn alle Beteiligten durchgehend und korrekt einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske getragen haben. Bei einem gemeinsamen Aufenthalt in einem Raum von mindestens zehn Minuten verhindert allerdings auch die Maske nicht die Einstufung als Kontaktperson.

Laut Landrat Söllner liegt die so genannte Reproduktionszahl bei mindestens drei, wenn es um die britische Variante geht.  Kritik am Gesundheitsamt, so Dr. Fiedler, sei unberechtigt. Die Kontaktpersonen würden nicht durch das Gesundheitsamt produziert, sondern nur ermittelt.

Oliver Hempfling, Leiter des Krisenstabs Katastrophenschutz macht klar, die Pandemie besiegen wir nur, wenn sich alle beteiligen und an die Regeln, Hygienevorschriften und Quarantänebestimmungen halten.