Debatte um Verkehrserschließung der Plassenburg: Kulmbacher Grüne haken nach

Eine Erschließung der Kulmbacher Plassenburg über den Buchwald wird weiter heiß diskutiert in Kulmbach. Aufgekommen ist das Thema, weil die Gemeinde Ködnitz von der bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung zu einer potenziellen Erschließung durch den Buchwald informiert werden sollte, nicht aber die Stadt Kulmbach. Die Bayerische Rundschau hatte darüber berichtet.

Die Kulmbacher Grünen haben bei der Grünen-Landtagsabgeordneten Sabine Weigand um Informationen zum Verfahren gebeten.

Weigand hatte schon im Frühling aus dem Heimatministerium erfahren, dass mögliche Lösungen für eine Burgerschließung mit allen Projektbeteiligten geprüft werden sollen. Da wird auch die Stadt Kulmbach genannt. Dass Grundstücksbesitzer einzeln besucht werden, sei dabei nicht deutlich geworden, so die Abgeordnete. Jetzt hat sie beim Heimatminister nachgehakt.

Grüne-Kreisvorsitzende Dagmar Keis-Lechner und ihre Stadtratskollegin Doris Stein werfen zu einer möglichen Erschließung über den Buchwald weitere Fragen auf. Zum Beispiel die, welchen Nutzen die Stadt Kulmbach davon hätte, wenn Besucher über Trebgast auf die Plassenburg geleitet würden. Gleichzeitig stellen sie unter anderem die Frage, ob eine Straße auf die Burg das Allheilmittel für mehr Besucher sei und ob sie sich je bezahlt machen werde. Die Grünen, so stellt Keis-Lechner fest, wollten auf jeden Fall das Abholzen vieler alter Buchen verhindern und meinen, erstmal sollte die stelle der Museumsleitung auf der Plassenburg besetzt werden.