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Demos gegen Corona-Maßnahmen: Kulmbacher Politikerin sieht Aktionen von Neonazis unterwandert

Jetzt könne sich niemand mehr herausreden, er oder sie gehe nur gegen Corona-Maßnahmen demonstrieren oder spazieren – das sagt die Kulmbacher Grünen-Kreisrätin Dagmar Kreis-Lechner. Die Kommunalpolitikerin bezieht sich auf Informationen der Rechtsextremen Partei der Dritte Weg. Die teilt auf ihrer Internetseite mit, immer mehr Deutsche gingen auf die Straßen und ließen sich nicht von der „Corona-Diktatur“ einschüchtern.

Dabei listet die rechtsradikale Partei auf ihrer Internetseite alle Termine gegen die, wie es dort heißt, „Corona-Zwangsmaßnahmen“ auf. Da geht es um so genannte Spaziergänge in Sachsen, Thüringen und nahezu allen Bundesländern – und eben auch in Bayern. Genannt sind auch die Demonstrationsveranstaltungen in Bamberg, Bayreuth, Kulmbach, Bad Staffelstein, Coburg, Kronach, Naila, Hof und viele mehr.

Der dritte Weg ist eine rechtsextreme Kleinpartei, die unter Beteiligung ehemaliger NPD-Funktionäre gegründet wurde. Sie gilt als Sammelbecken völkisch nationaler Aktivisten. Die Mitglieder verstehen sich als neonazistische Elite, viele von ihnen sollen vom Verfassungsschutz als höchst gewaltbereit eingestuft worden sein.

Die Kulmbacher Grünen-Kreisrätin Dagmar Keis-Lechner geht davon aus, dass die Partei auch die Protestaktionen in Kulmbach zumindest für sich instrumentalisiert, wenn nicht sogar organisiert.

(Archivbild)