Depressionen durch die Pandemie: Kulmbacher Psychologen haben kaum noch Termine frei

Die Anzahl der Menschen, die mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben, ist während der Corona-Pandemie gestiegen. Das merken unter anderem die Psychologen in der Region. Es gibt so viele Anfragen, dass Patienten teilweise an andere Praxen verwiesen oder Wartelisten angelegt werden müssten, sagt Antje Woytinas, Psychologin aus Kulmbach. Noch mehr Patienten zu betreuen, sei nicht möglich, da es eine vorgeschriebene Mindestbehandlungsdauer gebe, so die Ärztin.

Den Grund für die steigende Nachfrage sieht sie in den Kontaktbeschränkungen. Die Möglichkeiten, sich auszulasten und mit Freunden über private Themen zu sprechen, seien durch die Pandemie stark begrenzt. Das könne im schlimmsten Fall zu Depressionen führen. Als Tipp gibt die Expertin, sich viel zu bewegen und sich feste Strukturen zu schaffen. Freunde oder Bekannte sollten außerdem das Gespräch suchen und die Betroffenen unterstützen.

Es gibt auch die Möglichkeit, Seminare zu besuchen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Kommenden Mittwoch (28. April) findet beispielsweise eine Online-Veranstaltung zum Thema „Partnerschaftsgewalt in der Pandemie“ statt.

Die Anmeldung hierzu ist unter folgendem Link möglich:

https://haeuslichegewalt.elearning-gewaltschutz.de/