Der Angeklagte schweigt: Schwieriger Mordprozess in Bayreuth

Großes Schweigen im Mordprozess Innstraße in Bayreuth. Neun von 19 geplanten Verhandlungstagen sind verstrichen, ohne dass das Gericht Klarheit darüber hat, was genau im Haus eines 88-jährigen Mannes im Bayreuther Stadtteil Roter Hügel letztes Jahr kurz vor Ostern passiert ist. Angeklagt sind zwei Männer, von denen der eine den anderen schwer belastet und der wiederum schweigt.

Vorsitzender Richter Eckstein hat gestern deutlich gemacht, dass das Gericht bisher nur nach der Indizienlage urteilen könne. Beide Männer seien nachweislich in dem Haus gewesen in dem der 88-jährige Rentner getötet worden sei. Von Drogenmafia, Jobs als Schläger im Bordell, Morddrohungen und einem Vorstrafenregister mit 13 Einträgen war vor Gericht bereits die Rede. Das Gericht will den 36-jährigen Angeklagten Firat T. dazu bewegen, sein Schweigen zu brechen.