Drei Kulmbacher unter Anklage: Sie haben die Brandserie an Ostern gestanden

Vor der Jugendkammer des Landgerichts Bayreuth wird heute der Prozess gegen drei junge Männer aus Kulmbach fortgesetzt. Zwei von ihnen haben zum
Prozessauftakt vergangenen Freitag gestanden, diejenigen zu sein, die über Ostern im Kulmbacher Land eine Serie von fünf Brandstiftungen verübt und dabei Sachschaden über 300.000 Euro angerichtet haben. Dabei haben die beiden Brüder den ältesten aus dem Trio, einen 20-Jährigen, schwer belastet; er sei der Kopf der Bande gewesen und habe die Anweisungen gegeben.

Die drei hatten über Ostern zum Beispiel einen Harvester bei Ködnitz, einen Warnleitanhänger der Straßenmeisterei bei Thurnau und auch ein Gebäude in Oberdornlach in Brand gesteckt. Wie sie sagten, um Spuren von vorangegangenen Diebstählen zu verwischen. Heute sagt eventuell der dritte Angeklagte vor Gericht aus. Er hatte am Freitag geschwiegen und die Angaben seiner Komplizen abgewartet. Bisher gab er an, sich an fast nichts erinnern zu können. Der junge Mann war seinerzeit nach seiner Verhaftung in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden.