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Drogenfahnder beraten neue Strategien in Landshut

Landshut (dpa/lby) – Um im Kampf gegen grenzenlosen Drogenhandel im Internet erfolgreicher zu werden, wollen sich Fahnder international besser abstimmen. Fast 100 Ermittler aus mehr als 30 Ländern werden dazu am Dienstag und Mittwoch zu einer Fachkonferenz in Landshut erwartet, wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in München mitteilte.

Unter den Teilnehmern sind Vertreter von Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaften, Interpol, Europol, dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung und der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. «Sie stimmen weiteres Vorgehen, Strategien und gemeinsame Ermittlungen ab», hieß es. Ziel sei, den Verfolgungsdruck auf Kriminelle, die mit Drogen im Netz handeln, stark zu erhöhen.

Konsumenten kauften Drogen heute nicht nur in Hinterhöfen, in Parks oder am Hauptbahnhof, erklärten die Experten. Das funktioniere ganz unkompliziert per Click im Internet. «Das passiert nicht nur über das sogenannte «Darknet», sondern auch im allgemein zugänglichen Netz über legal wirkende Online-Shops. Kurz darauf kommt der Paketbote an die Haustür und übergibt die bestellte Ware.» Das LKA organisiert die Fachkonferenz mit dem österreichischen Bundeskriminalamt.