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Mit Entschlossenheit: Dynamo will Reaktion zeigen

Dresden (dpa/sn) – Maik Walpurgis hat seinen Optimismus nicht verloren. «Wir dürfen uns nicht mehr mit Köln beschäftigen. Wir haben wieder die Chance, uns ins richtige Licht zu rücken und eine positive Antwort zu zeigen», sagte Dynamo Dresdens Cheftrainer am Freitag vor dem Zweitliga-Duell gegen den FC Ingolstadt am Sonntag (13.30 Uhr/Sky).

Nach der historischen 1:8-Pleite beim 1. FC Köln muss dringend wieder ein Erfolgserlebnis in Form eines Heimsieges her. Es wäre der vierte in der 2. Fußball-Bundesliga und zugleich ein Stück Wiedergutmachung für den eigenen Anhang, der nach der höchsten Pleite in der Vereinsgeschichte in Vorleistung gegangen war. «Wir sind aktuell in der Heimtabelle drei Punkte hinter dem Zweiten und können einen wichtigen Schritt machen. Dafür braucht es maximale Entschlossenheit von der Mannschaft und Geschlossenheit auch von den Rängen», forderte der 45 Jahre alte Coach.

Auf den ersten Blick kommt da der nächste Gegner gerade recht. Ingolstadt ist Tabellenletzter, wartet bereits seit neun Spielen auf einen Sieg. Der Trainerwechsel zu Alexander Nouri scheint verpufft. Doch einer, der sich mit der aktuellen Situation der Gäste bestens aus seiner Zeit beim FC St. Pauli auskennt, ist Sören Gonther. Deswegen warnte Dynamos 31 Jahre alter Innenverteidiger auch eindringlich davor, den FCI zu unterschätzen: «Ich weiß, wie man als Letzter auftritt. Geben wir ihnen den kleinen Finger, fressen sie uns auf.»

Schaut man genauer hin, ist bei Ingolstadt durchaus ein Aufwärtstrend zu erkennen. Seit drei Spielen hat die Nouri-Elf nicht mehr verloren, verspielte zuletzt gegen Kiel und Bielefeld jeweils erst kurz vor Schluss einen Sieg. Ingolstadt bestreitet die meisten Zweikämpfe der Liga, die individuelle Klasse der einzelnen Akteure kommt immer wieder zum Tragen.

Zudem bekleckerten sich die Sachsen auch in der Länderspielpause nicht mit Ruhm. Eigentlich sollte im Rahmen zweier Testspiele wieder Selbstvertrauen getankt werden. Doch nach einem 1:1 gegen Union Berlin gab es am Dienstag den nächsten Nackenschlag. Die Walpurgis-Elf unterlag dem Drittligisten Hallescher FC mit 1:4, überbewerten will der 45-Jährige die Niederlage aber nicht. Zumal sein Team den HFC über weiter Teile der Partie im Griff hatte.

Angesichts von 13 Gegentoren in drei Spielen kann Dynamos Coach dennoch nicht zufrieden sein. «Das ist zu viel. Gegentore mag man nie, aber in dieser Häufigkeit muss man einfach reagieren», sagte er. Umso schmerzlicher wiegt der drohende Ausfall von Abwehrchef Marco Hartmann (Einblutung im Rippenzwischenraum). Definitiv fehlen werden Patrick Möschl, Florian Ballas und Patrick Wiegers.