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Ehemaliger Hotspot Tirschenreuth mit niedrigster Inzidenz

Tirschenreuth (dpa/lby) – Ausgerechnet Tirschenreuth – der Landkreis an der bayerisch-tschechischen Grenze – hat bundesweit die niedrigste Inzidenz, nachdem er im vergangenen Jahr zeitweise der Hotspot mit den meisten Corona-Infektionen war. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag der Wert in Tirschenreuth am Donnerstag bei 4,2. Es folgten der Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,5 und die Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 4,7. Den höchsten Wert wies weiterhin die schwäbische Stadt Memmingen mit 140,6 aus.

Im Durchschnitt lag die Inzidenz in Deutschland laut RKI am Donnerstag bei 41,0. Den niedrigsten Wert verzeichnete das Bundesland Schleswig-Holstein mit 21,8. Die meisten Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gab es mit 59,0 in Thüringen.

In Bayern sind auch die weiteren grenznahen Landkreise und kreisfreien Städte, in denen die Infektionszahlen über Monate ebenfalls sehr hoch waren, an das andere Ende der Tabelle gerückt: In Weiden zum Beispiel lag der Wert bei 4,7, im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge bei 13,8 und im Landkreis Regen in Niederbayern bei 37,5. Stadt und Landkreis Passau an der Grenze zu Österreich wiesen eine Corona-Inzidenz von 17,0 und 24,9 auf.

Aufgrund der vorübergehend sehr hohen Infektionszahlen galten in den Regionen zeitweise besonders strenge Vorsichtsmaßnahmen, vor allem den Grenzübertritt in beide Richtungen betreffend. Zudem wurden die Städte und Landkreise zwischenzeitlich mit zusätzlichem Impfstoff versorgt, um die Pandemie schneller einzudämmen.

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