Eichenprozessionsspinner: Bekämpfung beginnt in Kulmbach in zwei Wochen

Die Eichenprozessionsspinnerplage hat dem Landkreis Kulmbach letztes Jahr sehr zugesetzt. Dieses Jahr will man deswegen die Population der Larve mit einer neuen Spritze so gering wie möglich halten. Bis der Raupe allerdings der Kampf angesagt werden kann, muss man laut Carmen Hombach, der Kulmbacher Stadtförsterin, noch auf den Laubaustrieb der Eichen warten.

Erst dann schlüpfen die Raupen aus ihren Eiern und können besprüht werden. Bisher sind sie für das menschliche Auge durch ihre Größe noch nicht sichtbar, auf eine Fläche von zwei Zentimetern passen 150-200 Eier, hoch oben in den Bäumen. Das ist auch der Grund dafür, dass es noch keine Angaben gibt, wie schlimm die Kulmbacher Wälder dieses Jahr befallen sind.

Ab nächster Woche können die Eichen behandelt werden, am besten noch bevor die Larven ihre Brennhärchen entwickeln, die bei Menschen Reizungen auslösen können. Aktuelle ist es möglich, das die Härchen des letzten Jahres durch die Stürme der letzten Wochen aufgewirbelt wurden und beispielsweise durch Hunde oder Brennholz ins Haus getragen werden. Insgesamt können die Brennhärchen bis zu acht Jahre aktiv sein, sagen Experten.